Katholischer Männerverein - Jahresprogramm

"Zu schwer das Kreuz - nur nicht verzagen, ein Kreuz musst du mit Liebe tragen." Mit diesem Losungswort startete der Katholische Männerverein in das breit gefächerte und vielfältige Jahresprogramm. Der Erfolg kann sich sehen lassen.

Was es in diesem Verein seit Jahrzehnten nicht gab, wurde erstmals auf die Probe gestellt. Eine Jahreshauptversammlung, die sich ausschließlich darauf konzentrierte, wie sich die seit einem Jahr eingeführte Aufgabenteilung in Arbeitskreise bewährte. Um es gleich vorweg zu nehmen: So kann es weiter gehen.

Dass es die christliche Männervereine gerade in der heutigen Zeit schwer haben zu bestehen, liege letztlich an der jungen Generation. Vorsitzender Helmut Weig gab unumwunden zu, dass junge Männer sich schwer entscheiden können, Verantwortung in einem christlichen Verein zu übernehmen. Das bringe die doch etwas unpersönlich gewordene Zeit mit sich. Dennoch: "Wir sind noch lange kein Altenklub und auch nicht mutlos" hob der Vorsitzende in seiner Berichterstattung hervor. Er freute sich über die Anwesenheit von Präses, Pfarrer Norbert Große, der über aktuelle Mitteilungen aus der Pfarrgemeinde berichtete

Schriftführer Reinhold Pschierer war es vorbehalten, über die durchgeführten Veranstaltungen seit der letzten Jahreshauptversammlung Revue passieren zu lassen. Vorträge über das Thema Hochwasser, ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und des Nachbarvereins, sowie die adventliche Feierstunde rundeten das letzte Jahr ab. "Das Kreuz mit dem Kreuz" war ein Vortrag von Erwin Fischer, während Pfarrer Norbert Große sich mit dem Leben und Wirken von Dietrich Bonhoeffer befasste. Besucht wurde der Nachbarverein Flossenbürg zu seinem Jubiläumsfest, während die Flosser Blaskapelle den Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Josef gestaltete. Fester Bestandteil ist die Kreuzwegandacht rund um den St. Nikolausberg und zur Nikolauskirche. Mit dem Thema "Europa" befasste sich Oberstudiendirektor Franz Gleißner. In der Maiandacht trat erstmals das Gesangsduo Wolfelner/Beer mit Harald Bäumler (Orgel) auf. Der Zapfenstreich durch den Markt am Vorabend des Fronleichnamsfestes durfte nicht fehlen. Mit organisiert und mitgeholfen hatte der Männerverein beim Pfarrfest. Besichtigt wurde die Firma Software Weig in Weiden. Nicht missen möchten die Mitglieder die Teilnahme an der Fahrenberg-Wallfahrt. Der gesellschaftliche Umgang habe hohen Stellenwert in der Männergemeinschaft.

Die Organisation der Altkleidersammlungen und das Aufstellen des Christbaums in der Pfarrkirche liegen in Händen von Siegfried Schell. Er könne sich auf einen festen Stamm helfender Hände verlassen, wünschte sich aber mehr Unterstützung durch die Jugend. Die nächste Altkleidersammlung findet am 15. Oktober statt. Zufrieden zeigte sich Herbert Riedel bei der Abhaltung und Organisation des Pfarrfestes. Vorsitzender Helmut Weig hob das Engagement des Kindergartens beim Pfarrfest besonders hervor. Es stehe und falle mit dem Kindergarten St. Johannes Maria Vianney. Hans Meier berichtete, dass die Arbeiten beim Fronleichnamsfest optimal verliefen. Die Mitarbeit kann sich sehen lassen. Es ist ein eingespieltes Team. Beim Schneeräumen im Pfarrzentrum könnten sich jedoch noch mehr Helfer zeigen. Hans Landgraf erfülle für den Verein durch die Überbringung der Glückwünsche an Geburtstagsjubilare eine dankbare Aufgabe, lobte der Vorsitzende. Willibald Wirth erweise verstorbenen Mitgliedern bei Trauergottesdiensten durch seine musikalischen Vorträge die letzte Ehre.

Diese überaus positiven Berichterstattungen führten zur Frage von Peter Pierepioka, ob Vorsitzender Helmut Weig jetzt weiter machte. Aufatmen bei der Männervereinigung und Präses, Pfarrer Große, als Weig seine Bereitschaft dazu erklärte. Gerne wurde die Anregung, einen Arbeitskreis für eine Werbeaktion junger und neuer Mitglieder zu bilden, aufgenommen. Davon versprechen sich die Führungskräfte in den nächsten Jahren sehr viel.

Mit einem Blick auf das Leben in der Pfarrgemeinde wartete Pfarrer Große auf, der vorweg seinen Dank für die guten Fäden, die während des ganzen Jahres im Verein gesponnen werden, zum Ausdruck brachte. Eingeladen hatte er zum Gottesdienst am Donnerstag, 29. September, wenn Regionaldekan Gerhard Pausch zur Visitation in die Pfarrei kommt.

Derzeit werden die Außenanlagen im Pfarrzentrum in Pflege genommen. Der Blick auf das kommende Jahr brachte interessante Mitteilungen. So soll es eine Pilger- und Pfarrwallfahrt nach Polen mit Heimatpriester Pater Leo geben. Im Juni wird der Flosser Wolfgang Gebert in Eichstätt die Diakonweihe empfangen. Das 40-jährige Priesterjubiläum von Pater Leo Beck stehe ebenfalls im kommenden Jahr an. Die Pfarrgemeinde freue sich auf beide Ereignisse.

"Weil unsere Welt überzeugte Christen braucht" appellierte Vorsitzender Helmut Weig für ein entschiedenes Eintreten christlichen Glaubens. Die Männergemeinschaft gehe mit Mut in die Zukunft.

Text von Fred Lehner

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