Ehejubiläen im Jahr 2005

Es war schon eine Besonderheit. Dem Ehejubiläumstag der katholischen Pfarrgemeinde am Samstag im Pfarrheim St. Josef gingen zwei grüne Hochzeiten voraus. Während sich in der katholischen Pfarrkirche am Samstag Harald Elling und Marion Seiz das Jawort gaben, standen zur gleichen Zeit in der evangelischen Pfarrkirche St. Johannes Baptista Rosemarie und Hans Jakob in einer ökumenischen Hochzeitsfeier vor dem Traualtar.

Im Pfarrheim St. Josef war alles bestens für den Ehejubiläumstag vorbereitet. Dafür sorgten Ingrid Bayer, Eva Bräuer, Diana Kühner, Evi Schulz, Rita Rosner und Corina Schuderer mit einer einladenden, geschmackvollen Tischdekoration, Kaffee und Kuchen und leckeren Häppchen.

Höhepunkt der Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes. Der Kirchenchor gestaltete den Festgottesdienst. Chorleiter Hans Fröhlich hatte die Liedauswahl unter das Thema "Liebe und Treue" gestellt. Neben Liedern von Klaus Heizmann waren vor allem neue Lieder von Kathi Stimmer-Salzeder zu hören, einer bayerischen Liedermacherin aus Aschau am Inn. Der Gottesdienst schloss mit dem "Großer Gott wir loben dich", das der junge Nachwuchsorganist Michael Fröhlich begleitete. Er ließ auch das "Präludium in C" von Johann Sebastian Bach zum Auszug erklingen. Die Fürbitten trug das Jubelpaares Heidi und Stefan Grundler vor.

"Komm herein und nimm dir Zeit für dich." So herzlich begrüßte Pfarrer Norbert Große mit seiner Gitarre, unterstützt von Gemeindereferentin Eva Bräuer, die gern gesehenen Gäste und Jubilare. Gekommen waren Ehepaare, die vor 20, 25, 40 und 50 Jahren standesamtlich geheiratet haben und vor dem Traualtar standen. Für sie alle war dieser Tag eine erhebende und freudige Feier.

Gemeindereferentin Eva Bräuer hatte in Bildbetrachtungen die Ehe als Gemeinschaft, Mittelpunkt, Unendlichkeit, Aufbruch, Reife und Ernte vorgestellt.

"Liebe ist das Sakrament der Ehe, das hilft, lebenslang den Weg miteinander zu gehen." Ehe- und Familienberaterin Monika Endres-Dechant nahm sich bei ihrem Vortrag viel Zeit mit den Jubilaren, die gespannt dabei waren und im Gespräch mitmachten. Bei der Ehe gehe es um die Verbindlichkeit der Beziehung. Machtkämpfe sind Teile der Entwicklung. Sie müssen durch gestanden werden um wirklich miteinander handeln zu können. Ehe bedeute Teamwork, Zusammenhalt, aufeinander einlassen. Konflikte können positiv sein, wenn dadurch ein neuer Lösungsweg gefunden wird und Mann und Frau gleichwertig sind. Die Ehe brauche wahrhafte Kommunikation. Jeder soll sagen was er denkt, fühlt, wünscht. Gemeinsam den rechten und richtigen Weg suchen, müsse ganz oben anstehen. Dann könne es zwei Gewinner geben. Schließlich bezeichnete die Referentin die Ehe als Jahresringe eines Baumes und einer Entwicklungsgemeinschaft.

"Im Labyrinth lasse ich mich führen von Gottes Weisheit und Liebe." Auch diese Gedanken standen an diesem Nachmittag im Mittelpunkt. Abschließende Vorträge und Gedichte von Eva Bräuer und Ingrid Bayer rundeten den harmonischen und familiären Nachmittag mit dem Dank an alle Jubelpaare ab.

In der Pfarrkirche St. Johannes wurde Eucharistie mit Pfarrer Norbert Große gefeiert. Er sprach von einem Tag der Freude und des Dankes. Das Ja oder Nein bestimme den Lebensweg jedes einzelnen. Das Ja der Ehe sei eine Bindung fürs ganze Leben. Doch das Ja bedeute noch keine gute Ehe. Es setze einen guten Willen voraus. Zwischen dem Ja oder Nein gebe es keinen Mittelweg. Ein Ja bedeute ewiges Heil zu Gott, ein Nein ewiges Unheil.

Auf dem Altar standen Kerzen als Präsente für die Jubelpaare, die von den Mitgliedern der CAJ verziert und von Pfarrer Norbert Große gesegnet wurden.

Text und Bilder von Fred Lehner

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