Nachruf Maria Barth

Der „Dienst in der Kirche" als Mesnerin in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes war ihre Lebensaufgabe. Sechs Tage vor Vollendung ihres 95. Lebensjahres hat Gott der Herr Maria Barth, geborene Birkner, Kirchstraße, in den ewigen Frieden heimgeholt.

Noch am 8. Mai, es war der Erstkommuniontag, hat sie mit Tochter Rosa den Mesnerdienst erfüllt. Aber dann war die Krankheit stärker. Zuhause von Tochter Rosa fürsorglich und liebevoll gepflegt, verbrachte sie ihren wohlverdienten Lebensabend.

Maria Barth war der „gute Geist", zugleich aber auch ein leuchtendes Beispiel in der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes. Mit 94 Jahren noch aktiv kirchlichen Dienst zu leisten stellt eine Besonderheit dar. Sie war nahezu 50 Jahre Mitglied beim Frauenbund und Gründungsmitglied des katholischen Seniorenkreises. Kaum ein Treffen, keinen Ausflug und keine Versammlung versäumte sie. Immer war Maria Barth mit ihrer großen Bescheidenheit und Hilfsbereitschaft dabei. Gerade das machte die Flosser Bürgerin auch in der Gemeinde so beliebt und geschätzt.

Im Trauergottesdienst am Mittwoch in der Pfarrkirche St. Johannes hatte Pfarrer Norbert Große den langjährigen, treuen, zuverlässigen und überaus engagierten Kirchendienst von Maria Barth als Mesnerin mit einem herzlichen Vergelt's Gott ebenso wie das Gottvertrauen als gläubige Christin herausgestellt. Aus Gottes Hand empfing und gestaltete sie ihr Leben und gab es in Gottes Hand zurück. Das war ihre christliche Lebenshaltung, die sie an ihre Familie weiter gab. Der Rosenkranz war ihr Lebensbegleiter.

In Altenhammer am 23. Juli 1910 geboren und aufgewachsen, war Maria Birkner in der früheren Porzellanfabrik tätig, verehelichte sich l933 mit Josef Barth, dem sie fünf Kinder schenkte. Nach dem Tode ihres Mannes 1971 übernahm sie mit Tochter Rosa den Mesnerdienst in der Pfarrkirche.

Eine letzte Ehre erwies ihr auch der frühere Flosser Pfarrer Josef Most aus Moosbach als Mitzelebrant der Eucharistiefeier. Der Kirchenchor unter Leitung von Konrektor Hans Fröhlich verabschiedete sich mit den Liedern „Auf dich o Herr, vertrauet meine Seele" und „So nimm denn meine Hände". Hans Fröhlich (Orgel) und Willibald Wirth (Violine) gestalteten die Trauerfeier mit „Selig sind die Verfolgung leiden" aus Der Evangelimann und „Arie aus Rinaldo" von G. F. Händel. „Das Ave Glöcklein" trug der Frauenchor vor.

Einen ehrenden Nachruf sprach ein Vertreter der Standesgemeinschaft der Mesnerinnen und Mesner des Bezirks Weiden. Beate Götz legte am offenen Grabe ein Blumengebinde des Katholischen Frauenbunds nieder und dankte für nahezu 50 Jahre treue Mitgliedschaft.

Text von Fred Lehner

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