Konzert des Katholischen Kirchenchores: Vater Unser

Es war mehr als nur ein großartiges kulturelles Ereignis, es war gerade in diesen Tagen der Fastenzeit eine tiefe Vorbereitung auf die Auferstehung Jesu Christi, was der katholische Kirchenchor am Sonntag in der Pfarrkirche St.Johannes unter der Gesamtleitung von Hans Fröhlich mit der Aufführung der Kantate „Vater unser" bot.

 

Eine gesangliche und musikalische Meisterleistung, die mit den von Pfarrer Norbert Große gesprochenen „Gedanken zu den Bitten" ihre Krönung hatte. Die lang anhaltenden, stehenden Ovationen der überaus dankbaren Zuhörer am Schluss des Konzerts und die Zugabe des Chores mit dem „Vater, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden", waren Zeichen der Freude des dankbaren Publikums und aller Mitwirkenden.

Chorleiter Hans Fröhlich verstand es wieder einmal, eine Chorgemeinschaft zu präsentieren, die in allen Stimmlagen eine glänzende Besetzung fand. Pianos und Fortis in deutlicher Aussprache der deutschen Texte vorgetragenen Lieder hatten die Chorsänger beherrscht. Allein das war schon ein Besuch des Konzerts wert.
Die musikalische Begleitung der jungen Musiker Christoph Fischer (Klavier), Stefan Fröhlich (Bassgitarre) und Michael Fröhlich (Querflöte und Gesang) vollendete den Konzertnachmittag. Ein bis ins Kleinste und Feinste eingespieltes Trio, das man gerne öfter bei kirchlichen Festen und Feiern hören möchte.
Der zeitgenössische Komponist Jochen Rieger hat in seinem Werk deutlich gemacht, dass „Gott nicht modern oder alt, sondern ewig ist". Auch nach 2000 Jahren haben die Bitten an Gott nichts an Aktualität verloren. Pfarrer Norbert Große ist bei seinen Gedanken zu den Bitten darauf eingegangen. „Ich kann nicht Vater sagen, wenn ich diese Beziehung zu Gott nicht lebe, wenn ich an ein Leben nach dem Tod nicht glaube, wenn das Gebet nicht mein Wunsch ist". Unser tägliches Brot heißt, dass wir teilen müssen. Die Schuld vergeben sei Nachsicht, Versöhnung und Verzeihung.

Es war eine gute Abstimmung zwischen Gesang, Musik und gesprochenem Text. Ebenso vielfältig wie die Bitten des Vater unser spürte man die musikalische Umsetzung der Texte. Mal schwungvoll rufend „Mein Vater, unser Vater, aller Menschen Vater", mal verhaltend bittend „Vater, wenn deine Wille geschehe „, aber auch drängend fordernd „Wir brauchen mehr, wir brauchen mehr von dir". Die Stille während der 90 Minuten Konzertdauer unterstrich die tiefe, innere Einkehr und Vorbereitung auf das Osterfest. Die Hoffnung des Komponisten, dass Christen die Inhalte des „Vater unser" neu begreifen mögen, erfüllte sich an diesem Konzerttag. Ein krönender Abschluss hatte dieser Nachmittag mit dem letzten Lied: „Amen. So soll es geschehen, ja, so soll es sein. Alle Menschen sollen sehen: Du bist Gott, nur du allein" erfahren. Nochmals brillierten Chor und Instrumentalisten bei diesem Schlussakkord.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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