25-jähriges Professjubiläum Schwester Ellen

"Lebendig tätiger Glaube, die Solidarität mit den Armen und der zwischenmenschliche, freundschaftliche Umgang unter den verschiedenen Ordensgemeinschaften in der Mission, das überzeugte mich und zog mich an".

Die gebürtige Flosserin Schwester Ellen, mit bürgerlichen Namen Maria Lindner, gab beim Festempfang am Sonntag im Pfarrheim St. Josef erstmals ein offenes Bekenntnis für die Entscheidung des Ewigen Gelübdes vor 25 Jahren in der Klosterkirche Mallersdorf.

Es war ein Tag der Freude und des Dankes, den die katholische Kirchengemeinde am Sonntag aus Anlass des 25-jährigen Professjubiläums von Schwester Ellen erlebte. Feierlich der Kircheneinzug mit Kreuz, Ministranten, Schwester Ellen, Pfarrer Norbert Große, Kirchenpfleger Anton Eismann mit den Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, Markus Staschweski und den Fahnenabordnungen des Frauenbundes, des Männervereins und der CAJ. Festmusik mit Orgel und Trompete erklang beim Eintritt in das Gotteshaus. Pfarrer Norbert Große sagte Schwester Ellen ein herzliches vergelt's Gott für ihr Ordensgelübde vor 25 Jahren. Die CAJ hatte durch Gemeindereferentin Maria Rehaber-Graf an die Ordensfrau eine Kerze mit dem Symbol der Sonnenblume für Licht und Leben überreicht.

Pfarrer Norbert Große hatte in seiner Predigt das Leben des Heiligen Franziskus, dessen Orden Schwester Ellen wählte, herausgestellt. Er habe in Armut gelebt und Zeichen der Liebe und des Kreuzes gesetzt. Das Heil kommt von Gott, nicht vom Geld. Allen Menschen und Geschöpfen Bruder sein und dem Bild des Gekreuzigten folgen, sei christliches Leben. Um so dankbarer war Pfarrer Große, dass sich Schwester Ellen dieser Aufgabe stelle und erfülle. Gleichzeitig hatte er hingewiesen, dass der Flosser Pater Leo Beck in Rom am 11. Oktober sein 40-jähriges Ordensjubiläum feiern könne.

Der Festgottesdienst hatte mit den gesanglichen und musikalischen Aufführungen des Kirchenchores unter Leitung von Hans Fröhlich, an der Orgel Christoph Fischer, und dem Bläserensemble von Musiklehrer Hans Sellemeyer, eine besondere Bereicherung erfahren. Die Gemeinde konnte bei der „ Turmbläser-Messe „ von Fridolin Limbacher mitsingen, nachdem vorher der Chor mit dem "Lobt den Herrn der Welt" glänzte. Das Dank- und Schlusslied mit dem "Großer Gott wir loben dich" unterstrich den Jubiläums-Festgottesdienst.

Mit dem "chalom, der Herr segne dich" eröffnete der Kirchenchor unter Leitung von Hans Fröhlich den festlichen Empfang von Schwester Ellen im Pfarrheim St. Josef. "Ich spüre, dass Sie als Ordensfrau und Ärztin Gutes tun" leitete Pfarrer Große sein Gruß- und Dankeswort ein.

Und dann war es Schwester Ellen vorbehalten, ihre Lebensstationen als "Abraham Maria", wie sie in Floß bekannt ist und genannt wird, aufzuzeigen. "Mit dem Ungestüm der Jugend wollte ich meine Pläne, Ordensfrau zu werden, rasch verwirklichen". Doch die damals 17-Jährige erlebte bei der Mallersdorfer Ordensleitung einige Zurückhaltung. Bischof Bilgeri richtete an Stelle einer südafrikanischen Welt- und Kirchenpolitik die Frage an Maria Lindner, ob sie Schafkopfen könne. Dies hatte sie mit einem deutlichen Ja beantwortet. Die Entscheidung: "Dann kommst, wir brauchen noch eine vierte Person". Das war der wichtige Einstieg in einen neuen und entscheidenden Lebensabschnitt. Schwester Ellen legte am 13. September 1978 in der Klosterkirche zu Mallersdorf die Ewige Profess und damit die Bindung an den Orden der Franziskanerinnen auf Lebensdauer ab. Heute ist sie als Ärztin in Südafrika segensreich tätig. Die großherzigen Spenden des verlängerten "Flosser Armes" wusste sie bei ihren Dankesworten sehr zu würdigen. Und ein zweites Bekenntnis: "Ich fühle mich wirklich daheim in Floß".

Glänzende klassische Musik von Diplom-Musiklehrerin Marion Seiz (Querflöte) und Klara Bäumler (Klavier) verschönerten den festlichen Rahmen, von dem Schwester Ellen tief beeindruckt war. In den Reigen der Glückwünsche schloss sich der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Markus Staschweski mit CD's von den "All Generations" ebenso ein wie zweiter Bürgermeister Anton Eismann für den Markt mit Regenschirm und Marktwappen, sowie Blumenstrauß ein. Schwester Ellen galten alle gute Wünsche und Gottes Segen für ihre große Aufgabe als Ärztin und Ordensfrau in Südafrika. Der Kirchenchor rundete den Festempfang mit dem "Ich wünsche dir, dass Gott dein Leben leite" ab. Chorleiter Hans Fröhlich überreichte ebenfalls CD's von den Konzerten des Katholischen Kirchenchores.

Text und Bild(er) von Fred Lehner

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