Verabschiedung von Rektor Peter Steigner

steigner01Rektor Peter Steigner war nach seinem Vorgänger Heinrich Maier aus Neustadt/WN insgesamt sieben Jahre voll für die Grund- und Mittelschule Floß und für die Grundschule aus der Nachbargemeinde Flossenbürg verantwortlich. Das Erreichen der Altersgrenze machte aber einen Schlussstrich unter das berufliche Leben eines sehr beliebten und geschätzten Schulmannes. „Mir hat es in Floß gefallen. Meine Zeit als Schulleiter verging wie im Flug“, so der Kommentar des scheidenden Rektors.


Es war Steigners ausdrücklicher Wunsch, den Schulabschlussgottesdienst zum Ende des Schuljahres 2017/2018 in jedem Fall mit einem Dankgottesdienst für sein berufliches Wirken zuletzt in der Flosser Bildungsstätte zu verbinden. Diesem Wunsch kamen Schule und beide Kirchen gerne nach. So trafen sich Kinder, Lehrer und Eltern am Dienstag in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer zu einem ökumenischen Gottesdienst unter Pfarrer Max Früchtl und Pfarrer Wilfried Römischer.

Pfarrer Früchtl erinnerte in die Heilige Kommunion, die Heilige Firmung und die Konfirmation, die im Mittelpunkt des Schuljahres standen. Der Regenbogen, Zeichen des Friedens und der Liebe Gottes, beherrschte die Andacht. Musikalisch begleitet von Konrektor Rudi Schneider (Keyboard), Lehrer Herbert Kraus und Pfarrer Wilfried Römischer (Gitarre) sang der Schülerchor „Sieht den Regenbogen schimmern“. Lehrer und Erzieher bezeichnete Pfarrer Früchtl als „Brückenbauende“. „Wir können Rektor Peter Steigner als engagierten, pädagogisch kompetenten und guten Freund nicht genug danken. Du warst cool!“, rief der Pfarrer unter spontanen, lang anhaltenden Beifall der Kinder aus. Kreuz und Geschenkkorb waren die Präsente der beiden Ortsgeistlichen an den scheidenden Schulleiter. In den Fürbitten der Kinder hieß es: „Was wäre ich ohne meine Eltern, Geschwister, Freundinnen und Freunde, Lehrerinnen und Lehrer, Klassenkameradinnen und Kameraden. Ich brauche sie, wie die Luft zum Atmen.“

Ein stürmischer und frenetischer Applaus brauste auf als Rektor Steigner an der Seite seiner Frau Agnes von den Schulkindern, Eltern und Ehrengästen die prall gefüllte Schulturnhalle betrat. Allein schon diese Art der Begrüßung drückte die Sympathie von Peter Steigner aus. Noch bevor Konrektor Rudi Schneider zur Begrüßung ansetzte, erfreute die Flötengruppe mit ihrem spielerischen Auftakt. Schneider war es ein Bedürfnis, den großen Familienkreis der Schule, unter denen sich die ausgezeichneten „Freunde der Schule“, die Geistlichkeit mit Pfarrer Max Früchtl und Pfarrer Wilfried Römischer, die Bürgermeister Günter Stich von Floß und Thomas Meiler aus Flossenbürg und die Mitglieder des Elternbeirates befanden, herzlich willkommen zu heißen.

Dann legten die Schulkinder mit einem knapp 90-minütigen Programm unter dem Motto: „Unser Chef hat leicht Lachen“ los, dass es eine wahre Pracht war. Von der ersten bis zur achten Schulklasse wurden Lieder gesungen, Vorträge gehalten, Gedichte vorgetragen, Sketche gespielt und Abschiedsworte gesprochen. 

Die Kinder der Klassen 1 und 3 konnten es kaum mehr erwarten, bis sie ihr „Regenbogenlied“ vortragen durften. Mit der „Rückblende“ beschäftigten sich die Kinder der Klassen 5 und 8. Wieder einmal faszinierte das Auftreten der Laien-Schulspielgruppe mit dem Stück „Hinterm Vorhang“. Die Klasse 4 führte „Percussion – Ruhestand“ auf und die Klasse 5 meinte bei der Übergabe von Gebrauchsgegenständen: „Wenn du mal“. Mit dem Lied „Schule ist mehr“ erfreute der Schulchor die große Schulfamilie und dem scheidenden Rektor. Igor Guro und David Haberkorn als Schulsprecher dankten mit den Worten: „Sie haben uns immer geholfen.“

Die Klasse 7 hatte dem scheidenden Schulleiter mit ihrem Spiel „Herr Steigner ärgere dich nicht“ um Verständnis gebeten. Ein Höhepunkt: Die Klassen eins bis vier der Grundschule Flossenbürg sangen sich mit ihrem Kanon in die Herzen aller Zuhörer mit dem „Peter Steigner – Lied“. Vorher waren es noch die Kinder der Klassen 3 und 4 aus Flossenbürg, die mit dem „Tanz Kemon Tree“ glänzten. Eine Steigerung gab es nur noch als der Schulchor unter Leitung von Lehrer Herbert Kraus zum Schlusslied: „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ ansetzte. 

Der sichtlich bewegte Schulleiter bekannte ganz offen: „Ich kann mir es noch nicht vorstellen“. Viel zu schwer falle ihm dieser Abschied. Doch das was er in den letzten 90 Minuten erlebte war grandios. Dafür sagte Peter Steigner schlicht und einfach: „Dankeschön, ihr habt es alle toll gemacht und meiner Frau und mir viel Freude bereitet.“

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Text und Bild(er) von Fred Lehner

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