"Hutza" bei den Senioren

senioren hutza01Ob es der „Baierschmied“, der „Binnapalawonger“, der „Remmererwonger“ oder der „Höchtn Toni“ sind, es sind Hausnamen, die heute kaum mehr in den Mund genommen werden und vor allem der jüngeren Generation unbekannt mehr sind, die aber ihre Bedeutung nicht verloren haben.
Ähnlich ist es mit den früheren Bierwirtschaften, Gaststätten, Cafes oder Hotels, die es im Markt gab, längst aber der Vergangenheit angehören.

 

Heimatpfleger, Bürgermeister a. D. Fred Lehner, hatte gerne die Bitte der Leiterin des Katholischen Seniorenkreises, Marlene Noetzel, erfüllt und mit musikalischer Unterstützung durch die „Anderersaits“ aus Weiden im Pfarrheim St. Josef einen Hutza-Nachmittag, gestaltet. Er wird den überaus interessierten Senioren und Zuhörern noch lange in Erinnerung bleiben. Dies schon deshalb, weil während des Vortrages von Fred Lehner so manche Kindheits- und Jugenderinnerungen wach gerufen und erzählt wurden. Ansprechend die Mühe des Heimatpflegers, der jede frühere Kommunwirtschaft oder Gaststätte im Bild zeigte. Damit stieg der Unterhaltungswert ungemein, zumal das „Früher“ und „Heute“ lebendig wurde.
Es war das erste monatliche Treffen des Seniorenkreises im neuen Jahr und noch dazu in der Weihnachtszeit. Fred Lehner wartete eingangs mit einer großen Überraschung auf. Seine Bilder von der weihnachtlich gestalteten Pfarrkirche St. Johannes der Täufer mit Christbaum, Krippe vor dem Altar, Krippe unterm Christbaum und die in den letzten beiden Jahren neue Krippe waren ebenso Blickfänger wie Christbaum und Krippe im evangelischen Gotteshaus St. Johannes Baptista. Selbst die Kindersegnung am Silvestertag und das Gruppenbild der Sternsinger am Neujahrstag, die Gottes Botschaft in die Häuser und Familien überbrachten, fehlten nicht. Die Senioren stimmten mit der Musik in das Weihnachtslied „O du fröhliche“ ein.
Noch bevor Fred Lehner Heimatgeschichte durch die Aufzählung der alten Hausnamen und der früheren Gasthäuser wach werden ließ, gab es eine zweite Überraschung. Sie galt besonders Pfarrer Max Früchtl, dessen freudiger Empfang am 2. September und die feierliche Installation am 12. November letzten Jahres ebenfalls im Bilde festgehalten und gezeigt wurden. Neu war zu hören, dass Pfarrer Früchtl nach den Aufzeichnungen der Kirchengeschichte ab 1242 der 60. Seelsorger in der Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer ist. Bei diesen Überraschungen hätte es schon für den Nachmittag gereicht.
Umso dankbarer waren die Senioren, dass die alten Hausnamen im Markt in Erinnerung gerufen wurden. Der Heimatpfleger bemühte sich, den Hergang und Ursprung der Hausnamen aus Unterlagen des früheren Chronisten, Oberlehrer Leonhard Bär, in Ergänzung von Ludwig Lindner und Fred Lehner zu erläutern. Die Zeit war viel zu kurzweilig, zumal es aus Kreisen der Zuhörer viele interessante Erzählungen gab. Ähnlich bei den Flosser Wirtshäusern, die zum Teil auch ihre eigenen Hausnamen hatten. Das traf vor allem bei den Bierwirtschaften, die Kommunbier ausschenkten, zu. Dass die eine oder andere Erzählung über die Flosser Musikanten nicht fehlen durfte, bereicherte den unterhaltsamen und heimatgeschichtlich wertvollen Hutza-Nachmittag, wofür es reichlich Beifall gab. Die „Anderersaits“ glänzten mit ihren wohltuenden Hackbrett- und Gitarrenklängen, während es nach dem Kaffeetrinken noch Kurzgeschichten und Gedichte des Seniorenteams mit Marlene Noetzel und Brigitte Beer gab und die Stunden des Beisammenseins bereicherten.

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Text und Bild(er) von Fred Lehner

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